Glossary of terms used on this site
Es sind 87 Einträge im Lexikon.| Begriff | Definition |
|---|---|
| Kupplungsscheibe |
Die Kupplungsscheibe stellt das zentrale Verbindungselement in Kupplungen dar. Zusammen mit der Kupplungsdruckplatte wird die Verbindung zwischen Motor und Antriebsstrang verbunden oder getrennt. Die Kupplungsscheibe hat die Aufgabe, für ein ruckfreies Einkuppeln zu sorgen. Gleichzeitig soll sie Toleranzen zwischen der Druckplatte und dem Schwungrad ausgleichen und bei einteiligen Schwungrädern Resonanzen des Getriebes mindern. |
| Kurbelwelle |
In Verbrennungsmotoren wandelt die Kurbelwelle die oszillierend lineare Bewegung einer oder mehrere Kolben über die Pleuel in eine Drehbewegung um und leitet diese über das Schwungrad und die Kupplung an das Getriebe weiter. Weiterhin treibt sie mit einem kleinen Teil des Drehmoments die Ventilsteuerung, die Ölpumpe, (den Zündverteiler), die Einrichtungen der Kraftstoffversorgung und Motorkühlung sowie den Generator an. Sie ist im Kurbelgehäuse gelagert und Bestandteil des Kurbeltriebs, zu dem noch die Kolben mit Kolbenbolzen sowie die Pleuel mit Lagerbuchsen gehören. |
| Ladeluftkühler |
Der Ladeluftkühler hat in aufgeladenen Verbrennungsmotoren die Aufgabe, die vom Turbolader verdichtete Luft zurück zu kühlen. Die Verdichtung der Luft führt zu einem Temperaturanstieg, was zur Folge hat, dass die Füllung nicht optimal ist. Der Ladeluftkühler senkt dabei die Temperatur von ca. 140˚C auf ca. 90˚C und sorgt so für eine bessere Füllung bei gleichzeitig höherer Leistung, höherem Drehmoment und niedrigerem Kraftstoffverbrauch. |
| Lambdasonde |
Die Lambdasonde ist ein Sensor bzw. ein Messfühler in Verbrennungsmotoren, welcher im Abgasstrom zwischen dem Abgaskrümmer und dem Katalysator eingebaut ist. Sie dient dazu, den Restsauerstoffgehalt im Abgas zu messen und das optimale Luft-Kraftstoff-Gemisch für die Verbrennung zu ermitteln und in einem definierten Bereich konstant zu halten. Sie sorgt also dafür, dass weder ein Kraftstoffüberschuss noch ein Luftüberschuss auftritt. Die Einhaltung des Regelbereichs ist außerdem Voraussetzung für die einwandfreie Abgasreinigung durch den Drei-Wege-Katalysator. |
| Lenkgetriebe |
Das Lenkgetriebe in Fahrzeugen überträgt mittels der Lenksäule die Drehbewegung des Lenkrades mechanisch auf die Spurstangen, bewirkt dadurch eine Links-/Rechtsbewegung der Spurstange und somit eine Veränderung des Einschlagwinkels der Räder. Es muss leichtgängig sein, soll aber ebenfalls Fahrbahnstöße zum Lenkrad hin dämpfen und dem Fahrer gleichzeitig ein Gefühl für die Straße vermitteln. |
| Lichtmaschinen |
Die Lichtmaschine bzw. der Generator ist ein Stromerzeuger zur Versorgung des Bordnetzes eines Kraftfahrzeuges. Angetrieben wird sie durch den Motor, indem sie üblicherweise in den Riementrieb eingebunden ist. Der Name Lichtmaschine stammt noch aus den Anfangsjahren des Autos, als der Generator ausschließlich dazu diente, den benötigten Strom für die Fahrzeugbeleuchtung zu erzeugen. Aufgabe der Lichtmaschine ist es, ausreichende Energie für alle Verbraucher (Beleuchtung, Einspritzsystem, Elektronik …) bei laufendem Motor zu liefern und während der Fahrt die Starterbatterie aufzuladen. |
| Luftfilter |
Ein Verbrennungsmotor benötigt für eine reibungslose Verbrennung neben Kraftstoff auch Sauerstoff. Diesen Sauerstoff beziehen Verbrennungsmotoren aus ihrer Umgebungsluft. Luftfilter in Fahrzeugen haben demnach zwei wesentliche Aufgaben zu erfüllen. Zum einen sollen sie die Ansaugluft eines Verbrennungsmotors reinigen und auf akzeptable Werte reduzieren und zum anderen die teilweise sehr starken Ansauggeräusche der Luft wirksam dämpfen. Verbraucht ein Fahrzeug beispielsweise 10 l/100 km, benötigt es für die Verbrennung ca. 100 m³ Luft. Bei einem Staubgehalt der Luft von beispielsweise 0,05 g/m³ ergäbe sich eine Staubmenge von ca. 5 g. Diese Staubmenge könnte in den Ölkreislauf des Motors gelangen und dort eine Art Schleifpaste bilden, die zu starkem Verschleiß der Bauteile, wie beispielsweise der Kolben, der Ventilführung oder der Pleuellager, führen könnte. Um die Geräuschdämpfung realisieren zu können, ist es notwendig, relativ große Gehäuse bereitzustellen, in denen die verschiedenen Filterarten mit möglichst großer Oberfläche und entsprechendem Staubspeichervermögen untergebracht werden können. |
| Luftmassenmesser |
Der Luftmassenmesser hat in Fahrzeugen eine bedeutende Rolle für das Motorenmanagement. Um in modernen Kraftfahrzeugen mit Diesel- oder Benzinmotor die einzuspritzende Kraftstoffmenge zu bestimmen, ist es zunächst erforderlich, die pro Zylinderfüllung zur Verfügung stehende Luftmasse zu ermitteln. Dies ist die Aufgabe des im Ansaugrohr positionierten Luftmassenmessers. Er ist somit ein Durchflusssensor, der die Masse der pro Zeiteinheit durchströmten Luft (Massenstrom) bestimmt. Der Massenstrom ist dabei abhängig von der Motordrehzahl, der Motortemperatur, der Lufttemperatur sowie vom Umgebungsluftdruck. Die vom Luftmassenmesser ermittelten Daten werden an das Steuergerät weitergeleitet. |
| Motoren |
Ein Motor ist eine Vorrichtung, die mechanische Arbeit verrichtet, indem sie verschiedene Energieformen, zum Beispiel thermische Energie, chemische Energie oder elektrische Energie, in Bewegungsenergie umwandelt. In der Regel verfügen Motoren über eine Welle, die sie in Rotation versetzen und durch sie mechanische Vorrichtungen wie Getriebe antreiben. Ausnahmen sind Raketenmotoren und Linearmotoren. Heute sind Verbrennungsmotoren und Elektromotoren von herausragender Bedeutung. Sprachlich ist die Abgrenzung zu Maschine und Antrieb oft nicht klar. |
| Motorenöle |
Unter Motoröl versteht man landläufig jede Sorte von Schmieröl, die dazu geeignet ist, einen Verbrennungsmotor zu schmieren. Im weiteren Sinne gehören auch die Zweitaktöle zu den Motorölen, ebenso wie alle die Schmieröle, die für andere Motor-Bauarten gedacht sind. Diese tragen jedoch meist andere, auf ihren speziellen Einsatzzweck gerichtete Gattungsnamen. |
| Nockenwelle |
Die Nockenwelle in Hubkolbenmotoren hat die Aufgabe, die Hubbewegung der Ventile zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Reihenfolge einzuleiten und das Schließen der Ventile durch die Ventilfedern zu ermöglichen. Sie setzt sich zusammen aus einer Welle, auf der mehrere exzentrische Nocken angebracht sind. Die Nockenwelle dreht sich im Betrieb um die eigene Achse. Durch die auf ihr angebrachten Nocken wird diese Drehbewegung wiederholt in eine kurze Längsbewegung umgewandelt. In Standardbauweise verlaufen die Nockenkonturen parallel zur Nockenwelle. Öffnungsdauer, Ventilhub und Bewegungsablauf beim Öffnen oder Schließen der Ventile werden durch die Form des Nockens bestimmt. Bei einem spitzen (eiförmigen) Nocken wird das Ventil langsam angehoben und geschlossen und bleibt nur kurze Zeit voll geöffnet. Bei einem steilen Nocken, auch scharfer Nocken genannt, wird das Ventil schnell geöffnet und geschlossen und bleibt längere Zeit voll geöffnet. Moderne Nockenwellen werden von der Kurbelwelle mittels Steuerkette oder Zahnriemen, seltener über einen Zahnrädersatz, angetrieben. |
| Ölfilter |
Verbrennungsmotoren in Kraftfahrzeugen werden mit Öl geschmiert. Aufgrund der ständigen Reibung, die durch die Bewegungen der Motorbauteile entsteht, kommt es dabei auch zu Metallabrieb. Außerdem führt die Hitze bei der Verbrennung dazu, dass ein Teil des Öls verbrennt. Der Ölfilter hat die Aufgabe, diese Verunreinigungen herauszufiltern und so eine vorzeitige Verschlechterung des Schmieröls zu vermeiden und eine ausreichende Schmierung zu gewährleisten. Außerdem verbessert er häufig die Kühlung bzw. Wärmeabfuhr des Ölstroms. Er ist somit wichtig für die Funktionsfähigkeit und die Lebensdauer eines Motors. |
| Ölwanne |
Die Ölwanne ist ein Bauteil bei der Mehrzahl von Verbrennungsmotoren, d. h. bei Motoren mit Druckumlaufschmierung. Meist bildet sie den unteren Abschluss des Motors und befindet sich unterhalb der Kurbelwelle. In ihr befindet sich das zur Schmierung eines Viertaktmotors notwendige Motoröl. Die Ölwanne ist mit einer Ölablassschraube ausgestattet und ermöglicht so bei einem Ölwechsel ein Ablassen des Motoröls auch in heißem Zustand. Durchschnittliche Motoren haben ein Fassungsvermögen von ca. 2 - 8 Litern. |
| Ölwechsel |
Bei einem Ölwechsel wird das verbrauchte Schmieröl durch frisches Öl ersetzt. Dies ist nötig, da das Öl bei dauerndem Gebrauch seine Eigenschaften verliert. Fahrzeughersteller geben einen bestimmen Wert für den Ölstand vor. Der Ölstand sollte sich zwischen einem definierten Minimum und Maximum befinden. Bei einem Ölwechsel kann ein zu geringer Ölstand dazu führen, dass die Ölpumpe Luft ansaugt, was zu einem Öldruckabfall führen würde. Motoröl soll das Zusammenwirken zwischen Zylinder und Kolben ausreichend schmieren; ist der Ölstand zu gering, können die Kolben sich festfressen und einen Motorschaden verursachen. Aber Vorsicht! Auch zu viel Öl beim Ölwechsel kann dem Motor schaden. Ein zu hoher Ölstand führt dazu, dass die Kurbelwelle Ölschaum produziert, was eine schlechte Schmierung zur Folge hat und somit zu Schäden am Motor führen kann. Des Weiteren kann bei zu hohem Ölstand das Öl über die Entlüftungslöcher des Kurbelgehäuses der Verbrennung zugeführt werden, und die erheblich höheren Verbrennungstemperaturen können einen Totalschaden des Motors zur Folge haben. Ein Ölwechsel sollte einmal im Jahr oder ca. alle 15.000 Kilometer durchgeführt werden. Auch wenn wenige Kilometer gefahren wurden, ist ein Ölwechsel ratsam, denn mit der Zeit findet durch die Alterung des Öls ein Qualitätsverlust statt. Bei einem Ölwechsel muss zunächst das Altöl abgelassen und sicher aufgefangen werden, da es auf keinen Fall in die Umwelt gelangen darf. Zum Ablassen dient eine kleine Schraube an der tiefsten Stelle des Motors. Ein Wechsel des Ölfilters sollte gleichzeitig mit dem Ölwechsel erfolgen, da die Filterkraft von Schmutz und Metallteilchen mit der Zeit nachlässt. Je nach Größe des Fahrzeuges werden zwischen 3 und 6 Liter für den Ölwechsel benötigt. Bei älteren Fahrzeugen sollte immer das gleiche Öl für einen Ölwechsel genutzt werden, mit dem der Motor regelmäßig schon gelaufen ist. Nutzt man nämlich bei alten Motoren ein neues Öl mit hoher Reinigungskraft, kann dies dazu führen, dass der Motor undicht wird und ein Ölverlust auftritt. |
| Partikelfilter |
Der Partikelfilter ist Teil der Abgasanlage und befindet sich in der Regel zwischen dem Abgaskrümmer oder dem Turbolader und dem Schalldämpfer. Er reduziert die in den Abgasen von Dieselmotoren enthaltenen schädlichen Rußpartikel („Feinstaub“). Dadurch, dass die Dieselmotoren immer beliebter werden, steigt auch der umweltschädliche Rußpartikel-Ausstoß. Doch der eigentlich gesundheitsgefährdende Anteil ist nicht der Ruß an sich, sondern die anhängenden Kohlenwasserstoffe. Wenn in einem Verbrennungsmotor Kraftstoff verbrannt wird, werden mit den Abgasen Millionen unterschiedlich großer Kohlenstoffteilchen ausgestoßen. Besonders stark ist die Bildung von Rußpartikeln bei Dieselmotoren, was an der chemischen Zusammensetzung des Diesel-Kraftstoffes liegt. Zwar wurde die Rußpartikelbildung in den letzten Jahren durch verbesserte Verbrennungstechniken erheblich verringert, dennoch sind Dieselfahrzeuge immer noch umweltschädlicher als vergleichbare Benzinfahrzeuge. In vielen deutschen Großstädten sind daher sog. Umweltzonen errichtet worden, in denen für bestimmte Fahrzeuge Fahrverbote gelten. Diese dürfen nur mit Fahrzeugen befahren werden, die mit einer Umweltplakette gemäß der „Feinstaubverordnung“ gekennzeichnet sind. Von den Verboten ausgenommen sind Motorräder, landwirtschaftliche Zugmaschinen, dreirädrige Fahrzeuge sowie Fahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Für viele ältere Dieselfahrzeuge sind Nachrüstsätze erhältlich, mit denen eine bessere Einstufung bei den Schadstoffgruppen und ein steuerlicher Vorteil erreicht werden können. |

