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Es sind 87 Einträge im Lexikon.| Begriff | Definition |
|---|---|
| Zahnriemen |
Zahnriemen (in der Motortechnik auch Synchronriemen oder Steuerriemen genannt) sind Treibriemen mit Zahnung, die formschlüssig in gezahnten Riemenscheiben laufen. Sie vereinen die Eigenschaften einer Kette und eines Flachriemens. |
| Zuendkerzen |
Die Zuendkerzen spielten eine wesentliche Rolle bei einem Verbrennungsprozess eines Ottomotors. Sie erzeugen die erforderlichen Zündfunken, die für die Zündung des Kraftstoff-Luft-Gemischs notwendig sind. Der Funkenüberschlag entsteht durch von der Zündspule erzeugte Hochspannung zwischen den Elektroden der Zuendkerzen. |
| Zündspule |
Die Zündspule ist eine Komponente der induktiven Zündanlage eines Ottomotors. Sie erzeugt aus einer niedrigen Batteriespannung die für den Funkenüberschlag an den Zündkerzen erforderliche Hochspannung. Sie ist in der Lage, aus der bordeigenen 12V-Spannung eine Hochspannung von ca. 15.000 - 30.000 V zu erzeugen. Sowohl die erforderliche Hochspannung als auch die Zündenergie müssen vor dem Funkenüberschlag aufgebaut und gespeichert werden. Daher kann die Zündspule oder als Transformator als auch Energiespeicher angesehen werden. |
| Zündverteiler |
Der „Zündverteiler“ ist eine Baugruppe der Zündanlage eines mehrzylindrigen Ottomotors, die mehrere Funktionen erfüllt:
Die Bezeichnung der Baugruppe fußt in der einzigen von außen erkennbaren Funktion der Hochspannungsverteilung, die anderen Funktionen finden von außen unsichtbar im Innern der Baugruppe statt. Moderne Motoren besitzen weder Zündverteiler noch Unterbrecherkontakt/Hallgeber - sie haben für jeden Zylinder eine eigene Zündspule („ruhende" Zündverteilung). |
| Zylinderkopf |
In Verbrennungsmotoren bildet der Zylinderkopf den oberen Abschluss des Verbrennungsraums. „Oben“ bezieht sich dabei auf seine Lage zum Kolben. Obwohl bei manchen Motoren, wie beispielsweise dem Boxermotor, der Zylinderkopf räumlich gesehen nicht oben liegt, spricht man aber auch hier von einem Zylinderkopf. Der Zylinderkopf befindet sich folglich über dem Zylinderblock und der Zylinderkopfdichtung. Er beinhaltet die wesentlichen Bauteile zur mechanischen Steuerung der Verbrennung bzw. des Gaswechsels. Die unterschiedlichen Bauteile, die in einem Zylinderkopf untergebracht sind, unterscheiden sich je nach Motorentyp. Bei einem klassischen Viertaktmotor enthält er die Ein- und Auslasskanäle, die für Gaswechsel verantwortliche Ventilsteuerung, die Ventile, Ölkanäle für die Schmiermittelversorgung sowie ein oder zwei Nockenwellen, sofern diese obenliegend sind. Weiterhin können je nach Motortyp noch Zünd- bzw. Glühkerzen und Einspritzdüsen- bzw. Ventile untergebracht sein. Der Zylinderkopf gehört zu den kompliziertesten Bauteilen eines Motors, sodass hierzu aufwendige Herstellungsverfahren erforderlich sind. Neben der Aufnahme der beschriebenen Bauteile hat ein Zylinderkopf zusammengefasst folgende Aufgaben zu erfüllen:
Aufgrund der freigesetzten Kräfte während eines Verbrennungsvorgangs unterliegt der Zylinderkopf stets starker Beanspruchung. Er ist den gleichen hohen Kräften, wie sie auch auf den Kolben wirken, ausgesetzt. Daher ist er häufig am Kurbelwellengehäuse und nicht am Zylinder verschraubt. Als Verbindungselement dienen Zuganker oder Stehbolzen, die durch entsprechend lang ausgeführte Bohrungen durch den Motorblock hindurchgeführt sind. |
| Zylinderkopfdichtung |
Die Zylinderkopfdichtung ist in Verbrennungsmotoren zwischen dem Kurbelgehäuse und dem Zylinderkopf verbaut. Sie sorgt dabei für die gegenseitige Abdichtung des Brennraums, der Luftkanäle, der Ölkanäle und des Kühlmittelsystems. Weiterhin dient sie als Kraftübertragungsglied und übt daher einen entscheidenden Einfluss auf die Kraftverteilung und die dadurch verursachten Bauteilverformungen innerhalb des Systems aus. |

