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Es sind 87 Einträge im Lexikon.| Begriff | Definition |
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| Kältemittel |
Kältemittel, ebenso wie Kühlmittel, transportieren Enthalpie von dem Kühlgut zur Umgebung. Der Unterschied ist, dass ein Kältemittel in einem Kältezyklus dies entgegen einem Temperaturgradienten tun kann, so dass die Umgebungstemperatur sogar höher sein darf als die Temperatur des zu kühlenden Gegenstandes, während ein Kühlmittel lediglich in der Lage ist, in einem Kühlzyklus die Enthalpie entlang des Temperaturgradienten zu einer Stelle niedrigerer Temperatur zu transportieren. |
| Kältemittelkondensator |
Der Kältemittelkondensator in Fahrzeugen ist eine Komponente der Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe ist in der Lage, thermische Energie mit niedriger Temperatur aufzunehmen und mit höherer Temperatur auf ein zu beheizendes System (z. B. eine Raumheizung) zu übertragen. Aufgrund dieser Funktionsweise wird daher auch häufig von einem „Wärmetauscher“ gesprochen. Der Prozess kann allerdings auch umgekehrt eingesetzt werden, d. h., thermische Energie mit hoher Temperatur wird aufgenommen und mit niedriger Temperatur auf ein zu kühlendes System übertragen. Dieses Prinzip wird beispielsweise in Klimaanlagen realisiert. |
| Katalysator |
Ein Fahrzeugkatalysator (ugs. „Kat“) dient der Abgasnachbehandlung in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Derzeit stellt ein Katalysator das wirkungsvollste System zur Abgasnachbehandlung und somit Schadstoffreduzierung bei Motoren dar. Durch ihn kann der Schadstoffausstoß um bis zu 99% reduziert und so die geforderten Abgasgrenzwerte eingehalten werden. Bei der Verbrennung von Kraftstoff mithilfe von Sauerstoff entstehen im Motor Wasser und Kohlendioxid. Aufgabe des Katalysators ist es, die ebenfalls bei der Verbrennung entstehenden Schadstoffe der Abgase in Wasser und Kohlendioxid umzuwandeln. |
| Keilriemen |
Der Keilriemen ist wohl der bekannteste Vertreter der Antriebsriemen. Er findet in Kraftfahrzeugen Verwendung, um die Lichtmaschine, häufig auch den Ventilator und die Wasserpumpe oder die Hydraulikpumpe (Servopumpe) für die Servolenkung anzutreiben. Normalerweise laufen Keilriemen auf Keilriemenscheiben mit einem fixen Durchmesser. Man kann jedoch auch zwei konische Scheiben weiter zusammen oder auseinander schieben, so dass der Riemen weiter innen oder außen läuft. So entsteht ein stufenlos verstellbares Getriebe. Eine dieser Bauformen, die sich drehzahlabhängig selbst nachstellt, ist auch unter der Bezeichnung Variomatic bekannt und wird bei Motorrollern eingesetzt. |
| Keilrippenriemen |
Bei dem Keilrippenriemen handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Keilriemens. Keilrippenriemen vereinen die Vorteile des Flachriemens (geringe Radien) mit denen des Keilriemens (geringere Umschlingungswinkel bzw. größere Reibung). Der Keilrippenriemen dient in Kraftfahrzeugen dazu, ein oder mehrere Nebenaggregate anzutreiben, wobei diese Antriebe häufig in Form von Serpentinentrieben vorzufinden sind. Gängige Nebenaggregate sind beispielsweise Wasserpumpe, Lichtmaschine, Servopumpe oder Klimakompressor. |
| Kipphebel |
Ein Kipphebel dient dazu, die Richtung einer Kraft zu ändern. In Verbrennungsmotoren wird er verwendet um Kurvenbewegungen, eines Nocken, von der Nockenwelle auf die Einlass- bzw. Auslass-Ventile zu übertragen. Der Kipphebel funktioniert wie eine Wippe. Die Dreh- oder Kippachse liegt, je nach Ausführung, in der Mitte zwischen den äußeren Enden. Ein Ende des Hebels wird von der Stoßstange betätigt, das andere Ende betätigt das Ventil. Bei der am häufigsten verwendeten Bauform drückt die Ventilfeder, sobald sich die Nockenwelle weitergedreht hat, den Kipphebel in seine Ausgangslage zurück. Seltene Konstruktionen verwenden eine eigene Feder um den Hebel wieder in seine Ausgangslage zurück zu stellen. Um das Ventilspiel einstellen zu können ist an vielen Kipphebeln eine Einstellschraube vorhanden. Die Einstellschraube ist ein Gewindestift und ist auf der Seite, welche von der Stoßstange betätigt wird, eingeschraubt. Um eine Verstellung während des Motorlaufes zu verhindern ist der Gewindestift mit einer Kontermutter gesichert. Das untere Ende der Einstellschraube ist kugelig ausgeführt und greift in das Gegenstück der Stoßstange ein. Statt einer Einstellschraube kann auch ein automatisches Ausgleichselement vorhanden sein. Diese hydraulischen oder mechanischen Elemente minimieren zwar den Wartungsaufwand, allerdings wird der Kipphebel - die oszillierenden Masse - auch wesentlich schwerer. Deshalb wird das hydraulische Ausgleichselement meist ruhend angeordnet und verschiebt den Drehpunkt des Kipphebels, ähnlich wie bei Motoren mit obenliegender Nockenwelle. Wird die Kippachse, der Drehpunkt, verschoben oder nach Art eines Exzenters verdreht, ändert sich die relative Höhe des Kipphebels zum Ventil. Ein verschieben / verdrehen der Kippachse in Längsrichtung des Kipphebels verändert die Hebelübersetzung um einen geringen Betrag und damit auch den Ventilhub. Bei historischen gegenläufigen Zweitaktmotoren mit einer Kurbelwelle übertrugen Kipphebel die Kraft von der Kurbelwelle und den Primärpleueln über Sekundärpleuel auf die Kolben. |
| Klimaanlage |
Eine Klimaanlage ist eine Anlage, die ein gleichmäßiges Raumklima erzeugt und aufrechterhält. Umgangssprachlich wird unter einer Klimaanlage allerdings häufig lediglich eine Anlage zur Innenraumkühlung verstanden. Hauptaufgabe einer Klimaanlage ist es, durch Kühlen oder Wärmen den eingestellten Sollwert der Innenraumtemperatur konstant zu halten und für ein behagliches Raumklima zu sorgen. Des Weiteren entfeuchtet sie die Luft und sorgt auch für deren Reinigung bzw. Filterung. Mitte der 90er Jahre erlebten Klimaanlagen in Fahrzeugen einen regelrechten Boom und gehören heutzutage fast zur Standardausstattung. |
| Klimakompressor |
Der Klimakompressor ist das Herzstück einer jeden Klimaanlage in Kraftfahrzeugen. Er hat die Aufgabe, das gasförmige Kältemittel im Kreislauf der Klimaanlage zu verdichten, um so die Funktion der Klimaanlage zu gewährleisten. |
| Kondensatoren |
Ein Kondensator dient bei Wärmekraftmaschinen und in Kälteanlagen zur Verflüssigung des Abdampfes bzw. des dampfförmigen Kältemittels. Dies ermöglicht in den genannten Anlagen einen geschlossenen Kreisprozess. Entsprechend der Begriffsbestimmung in der deutschen Übersetzung der Europanorm EN 378 Teil 1 wird der Kondensator bei Kälteanlagen als "Verflüssiger" bezeichnet, um eine sprachliche Abgrenzung zum elektrischen Kondensator zu schaffen. |
| Kotflügel |
Mit dem Begriff Kotflügel werden die Karosserieteile von Fahrzeugen – in der Regel bei Kraftwagen – bezeichnet, die über den Rädern angebracht sind. Der Kotflügel dient dazu, die Räder eines Fahrzeuges in ausreichender Form abzudecken, um keine anderen Verkehrsteilnehmer, insbesondere Fußgänger durch die Drehbewegung eines freistehenden Rades zu gefährden. Nach deutschem Kraftfahrzeugrecht dürfen Räder aus diesem Grund nicht aus der Karosserie hervorstehen oder müssen eine Abdeckung aufweisen. Ähnliche Bestimmungen gibt es auch in anderen Ländern. Ebenso verhindern Kotflügel eine unnötig große Aufwirbelung von Wasser von der Fahrbahnoberfläche, die nachfolgende Verkehrsteilnehmer in der Sicht behindern könnte. Dies würde bei freistehenden Rädern in extremer Form eintreten. Der Begriff Kotflügel selbst entstand in einer Zeit, in der noch Kutschen das Straßenbild beherrschten. Die damals meist offenen und von Pferden gezogenen Wagen wurden mit Abdeckungen über den Rädern ausgestattet, die von ihrer geschwungenen Form her entfernt an die Flügel von Vögeln erinnerten. Kot hieß ursprünglich Dreck, Schmutz, wie heute noch in Österreich. Der Sinn dieser Abdeckungen bestand darin, dass die Räder der Kutschen den Straßenkot nicht direkt in den Innenraum der Kutsche schleudern konnten. So wurde durch diese „Flügel“ verhindert, dass der Straßenkot die Insassen beschmutzte. |
| Kraftstofffilter |
Der Kraftstofffilter in Fahrzeugen dient dazu, Verunreinigungen des Kraftstoffs von der Einspritzpumpe und den Einspritzdüsen fernzuhalten. Verunreinigungen können beispielsweise Lackstücke, Rost oder Schmutz sein, der beim Befüllen in den Kraftstofftank gelangt. Da die Einspritzpumpen und die Einspritzdüsen mit größter Genauigkeit hergestellt sind, würden sie schon durch kleinste Fremdkörper in relativ kurzer Zeit stark abgenutzt bzw. beschädigt und somit unbrauchbar werden. Filtereinsätze bestehen meist aus Mikrofaserpapier, welches sich mit der jeweils gewünschten Porengröße (zwischen 4 µm-10 µm) und Porenverteilung herstellen lassen. Die Porengröße und Porenverteilung sind ausschlaggebend für den Schmutzabscheidegrad und den Durchflusswiderstand eines Kraftstofffilters. Die große Oberfläche eines Papierfilters wird durch entsprechende Faltung des Filterpapiers erreicht. |
| Kraftstoffpumpe |
Die Kraftstoffpumpe in Fahrzeugen dient dazu, wie der Name schon sagt, den Kraftstoff (Diesel oder Benzin) in erforderlicher Menge und mit erforderlichem Druck vom Kraftstofftank in die Gemischaufbereitung der Einspritzanlage zu befördern. In modernen Kraftfahrzeugen befindet sich die Kraftstoffpumpe fast ausschließlich direkt im Tank (Intank-Pumpe). Daneben existiert aber noch die sog. „Inline-Pumpe“, welche sich außerhalb des Kraftstofftanks befinden. Da ein Ausfall der Kraftstoffpumpe zum unweigerlichen Stillstand des Fahrzeuges führt, wird von dieser eine extrem hohe Zuverlässigkeit gefordert. So müssen die ausfallfreien Zeiten zwischen 5.000 und 10.000 Stunden betragen. |
| Kraftstofftanks |
Der Kraftstofftank ist ein Behälter, in dem Kraftstoff – zum Beispiel Gas, Benzin oder Diesel – zum Betrieb eines Verbrennungsmotors gelagert wird. Im Gegensatz zu einem Lagerbehälter ist der Tank mit der Maschine verbunden. Kraftstofftanks in einem Schiff werden „Bunker“ genannt – ein Begriff, der noch aus der Dampfschiffzeit mit Kohle als Treibstoff stammt. Der Kraftstofftank eines Automobils befindet sich im Regelfall aus Sicherheitsgründen unter den Rücksitzen oder vor der Hinterachse. Er kann aus Aluminium, Stahl oder Kunststoff hergestellt sein. Kraftstofftanks aus Kunststoff korrodieren nicht und können fertigungsbedingt besser der Form des Fahrzeugbodens angepasst werden. Durch immer bessere Stähle können auch hiermit komplexe Geometrien erreicht werden. Als Kunststoff wird ein Thermoplast, mit Ruß eingefärbtes HDPE (High Density Polyethylen), verwendet. Die schwarze Einfärbung wird benötigt, um das HDPE unempfindlicher gegenüber Sonnenlicht zu machen. Aluminium findet speziell in der LKW-Branche Anwendung. Bei Gasfahrzeugen kommen abhängig von der Gasart stählerne, aber auch Faserverbundwerkstoff-Tanks zum Einsatz, die dem Druck des komprimierten bzw. verflüssigten Kraftstoffs standhalten müssen. |
| Kühler |
Die Werkstoffe und Schmierstoffe in Verbrennungsmotoren sind nur bedingt hitzebeständig. Zu hohe Temperaturen können, z. B. durch Abreißen des Schmierfilms oder durch Verbrennen der Ventile, zu Beschädigungen des Motors führen. Daher ist es erforderlich, überschüssige Wärme, welche durch den Verbrennungsvorgang auf Bauteile des Motors sowie auf das Motorenöl übergegangen ist, an die Umgebungsluft abzuführen. Bei wassergekühlten Verbrennungsmotoren erfolgt die Wärmeabfuhr über den Kühler. Er ist Bestandteil des Motorkühlkreislaufs und hat die Aufgabe, die von der Kühlflüssigkeit aufgenommene Motorwärme abzuführen. |
| Kupplung |
Die Kupplung in Fahrzeugen stellt eine lösbare mechanische, hydraulische oder elektrische Verbindung zwischen Motor und Wechselgetriebe her und ermöglicht die Unterbrechung des Kraftschlusses (die Verhinderung einer Relativbewegung zwischen zwei Werkstücken, z. B. mithilfe von Reibung). Sie dient dem ruckfreien Anfahren aus dem Stand, dem Ausgleich der Drehzahlunterschiede zwischen Motor und Getriebe und zum Schalten der Gänge. |

